ARD-Weihnachtsgottesdienst kommt aus Altenberg – mit Pfarrerin Claudia Posche

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst für die ARD wird am Dienstag, 23. Dezember, 16 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, aufgezeichnet – mit Pfarrerin Claudia Posche. Ausgestrahlt wird der Gottesdienst am Dienstag, 24. Dezember, 16 Uhr, im Programm „Das Erste“.
Der Legende nach haben die Zisterzienser-Mönche, die aus Frankreich kamen, ihren Klosteresel losgeschickt, einen schönen Platz für ihr neues Kloster zu finden. 1259 wurde der Grundstein für den Altenberger Dom gelegt – im Tal der Dhünn, das dem Esel gut gefallen hatte. Die Mönche trauten einem Tier, das von der Geburt Christi bis zu seinem Tod eine Rolle spielte, offenbar zu, die beste Wahl für die Zukunft ihrer religiösen Gemeinschaft zu treffen.
Der imposante gotische Bau wird heute sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Gemeinde genutzt. Die evangelische Pfarrerin Claudia Posche und ihr katholischer Kollege Pfarrer Thomas Taxacher halten in der Christvesper auch gemeinsam die Predigt. Ihre Botschaft ist, dass an Weihnachten, wo viele vom Frieden auf Erden träumen, auch Gott uns träumt: Als friedfertige und gerechte Menschen – damit alle eine Zukunft haben auf der Erde.
Die Weihnachtsgeschichte lesen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Musikalisch leiten den Gottesdienst Domkantor und Organist Rolf Müller (katholisch) und Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk (evangelisch) mit der Domkantorei unter der Leitung von Minga Seo. Trompete spielt Thibaud Robinne.
Pfarrerin Claudia Posche spricht über die Freude und Aufregung, an Weihnachten vielen Menschen Hoffnung und die frohe Botschaft nahebringen zu dürfen. Im Mittelpunkt stehen Frieden und Gerechtigkeit als gemeinsame Aufgabe aller, gestärkt durch die Weihnachtsbotschaft.
Was bedeutet es für Sie persönlich, den ARD-Weihnachtsgottesdienst mit zu gestalten – an einem so besonderen Ort wie dem Altenberger Dom?
Claudia Posche: Ich finde es ganz toll und auch ein bisschen aufregend, an diesem besonderen Tag im Jahr, sehr vielen Menschen die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes „frei Haus“ bringen zu dürfen; dazu noch aus meiner Lieblingskirche, dem Altenberger Dom. Ich freue mich besonders, dass es erstmalig ein ökumenischer Gottesdienst sein wird. Mein Kollege am Dom, Pfarrer Taxacher und ich, arbeiten sehr gern und gut zusammen und hoffen, dass man das im Gottesdienst auch merkt.
In Ihrer Predigt sprechen Sie davon, dass Gott an Weihnachten uns träumt: von friedfertigen und gerechten Menschen. Was heißt das ganz konkret für unser Zusammenleben heute?
Claudia Posche: Frieden und Gerechtigkeit sind die großen Herausforderungen unserer Zeit. Aber das ist nicht nur eine Sache für Politikerinnen und Politiker. In unserer Kirche und in den vielen so unterschiedlichen Gemeinden unserer Region werden wir uns weiterhin für einen friedvollen und gerechten Umgang einsetzen. Trotz aller Schreckensmeldungen. Bei uns und in den vielen Projekten, die die Gemeinden unterstützen. Weihnachten stärkt uns dafür den Rücken.
Welche Rolle spielt Musik, gerade in einem Fernsehgottesdienst, dabei, die Weihnachtsbotschaft Menschen nahe zu bringen?
Claudia Posche: Musik ist Verkündigung mit anderen Mitteln. Sie erreicht uns eher auf der Gefühls – bzw. Körperebene. Schöne Gottesdienste sind die, wo beides zusammenkommt: Kopf und Herz. Oder salopp ausgedrückt: message und Massage. Im TV-Weihnachtsgottesdienst werden die beiden Domorganisten Jens-Peter Enk und Rolf Müller vierhändig und vierfüßig Orgel spielen. Es wird Sologesang von Kindern der Wuppertale Kurrende geben, die Domkantorei Altenberg singt aus dem Weihnachtsoratorium, der Trompeter Thibaud Robinne wirkt mit und natürlich hat die Gemeinde auch Gelegenheit mitzusingen. Es ist also für jede/n etwas dabei! Nur „Last Christmas“ kommt leider nicht vor (lacht).
Text: APK/ARD
Foto(s): APK/Canva
Der Beitrag ARD-Weihnachtsgottesdienst kommt aus Altenberg – mit Pfarrerin Claudia Posche erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.



