Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

(von Margita Neubauer,Kerpen; Fotos von Reinhard Radloff, Frank Drensler, Inka Welb und Dr. Barbara Warsing)

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Seit über 20 Jahren bestehen Partnerschaften des Kirchenkreises Köln-Süd mit dem Kirchenkreis Silindung und dem Evangelischen Krankenhaus in Balige in Nordsumatra. In den vergangenen Jahren waren schon des Öfteren Gäste von dort hier zu Besuch, auch in unserer Gemeinde. Es entstand der Wunsch, einmal das Leben unserer indonesischen Geschwister vor Ort kennen zu lernen, wie sie Gottesdienst feiern, die Gemeindearbeit leisten und sonst ihren Alltag gestalten. Auch hatten wir schon viel von der landschaftlichen Schönheit des Landes gehört und waren ein wenig neugierig auf die uns fremde Kultur. Warum sollte man nicht einmal den Jahresurlaub in Nordsumatra verleben?

Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Jahr 2008 (es fanden sich nicht genügend Reiseteilnehmer) konnte sich  jetzt nach guter Vorbereitung durch den Partnerschaftsausschuss Köln-Süd und Organisation durch Djoser Reisen GmbH, Köln  eine Gruppe von 11 Personen am Samstag, den 18. April auf den Weg machen. Die Reiseteilnehmer kamen aus den Gemeinden Brüggen, Kerpen, Köln, Lechenich, Liblar und  Sindorf. Auch hatte sich uns Frau Dr. Barbara Warsing angeschlossen, die als Ärztin vor vielen Jahren im Krankenhaus in Balige gearbeitet hatte. Als geistlichen Beistand begleitete uns Pfarrer Frank Drensler aus Sindorf.

Der Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur und von dort weiter mit einer Tochtergesellschaft, der Silk Airline nach Medan (Nordsumatra) verläuft ruhig. Nach unserer Ankunft dort am frühen Sonntagmorgen werden wir von einer Abordnung aus Tarutung (Kirchenkreis) und Balige (Krankenhaus) auf´s Herzlichste begrüßt und mit einer Orchideenblüte für jeden auf die dortige Kultur eingestimmt. Mit einem Erfrischungstrunk in einem Café am Flughafen wird das Wiedersehen mit den uns durch die Partnerschaftsarbeit bereits bekannten Indonesiern fröhlich gefeiert. Inzwischen wird unser Gepäck in einen großen klimatisierten Reisebus geladen, der uns samt Fahrer und Begleiter die ganzen 14 Tage zur Verfügung stehen wird. Bald verabschieden wir uns wieder von unseren Freunden, um unser erstes Ziel, den Leuser-Nationalpark (Orang-Utan-Reservat), noch vor Dunkelheit zu erreichen. In Medan tauschen wir erst einmal Euros in  Rupias und werden durch den Umtauschkurs alle zu Millionären. Klaus Kollath erklärt sich bereit, die Gruppenkasse zu verwalten, aus der dann alle gemeinsamen Mahlzeiten und Aktivitäten bezahlt werden. Diese Regelung erweist sich später als sehr praktisch.

Die Fahrt geht entlang riesiger Kautschuk- und Ölpalmplantagen. Um diese Plantagen anlegen zu können, wurde in der Vergangenheit der Urwald gerodet. Die Straßen sind schmal, teilweise in schlechtem Zustand. Doch am Nachmittag erreichen wir unbeschadet unser Ziel, Bukit Lawang am Fuße des Leuser-Nationalparks. Unser Urwaldquartier  erreichen wir nur über eine schwankende Hängebrücke und sind froh, dass das Gepäck  von  einheimischen Kofferträgern hinübergebracht wird. Die Hotelanlage ist schön hergerichtet, sauber und ordentlich, für uns richtig romantisch. Von dem offenen Restaurant haben wir einen herrlichen Blick auf den Fluss und die Umgebung. Die Geräusche aus dem angrenzenden Urwald verstummen nie, die Zikaden singen ihr ewiges Lied. In der Nacht erleben wir ein heftiges Tropengewitter mit sintflutartigen Regengüssen. Für uns ist das alles ganz schön aufregend.

Für den nächsten Tag ist eine Wanderung in den Nationalpark zum Orang-Utan-Zentrum vorgesehen, wo verwaiste Tiere auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden. Der Schutz der Orang-Utans ist notwendig geworden, da der Lebensraum für diese wunderbaren sanften Tiere durch die Abholzung des Dschungels immer mehr eingeengt wurde und die Population immer mehr zurückging.  In dem ca. 9.000 qkm großen Nationalpark leben ca. 6.000 Orang-Utans. Auch aus Kalimantan (Borneo) wurden Tiere hierher gebracht, weil sie dort keine Chance auf ein Überleben haben. Der Schutz der Tiere zeigt erste Erfolge, langsam vermehren sie sich wieder.

Um in den Park zu gelangen, müssen wir erst einen Fluss jeweils zu zweit in einem Fährboot überqueren, welches an einem Führungskabel hin- und hergezogen wird. Eine schwankende Angelegenheit, doch alle schaffen es trockenen Fußes. Eine Gruppe von jungen Männern aus dem angrenzenden Dorf wandert mit, und wir „Touristen“ sind auf den teilweise doch sehr schwierigen Wegstrecken für eine stützende und helfende Hand dankbar. Am Fütterungsplatz erleben wir dann die Orang-Utans, die vereinzelt aus dem Urwald herauskommen, um sich Milch und Bananen zu holen und damit zurück in die Baumwipfel zu verschwinden. Dieses einseitige Nahrungsangebot erhalten die Tiere so lange, bis sie gelernt haben, ihr Futter selber im Dschungel zu finden. Wir wandern den ganzen Vormittag auf und ab durch den Urwald und manchmal sehen wir Orang-Utans oder andere Affenarten, die uns genau so neugierig betrachten wie wir sie. Ein einmaliges Erlebnis.

Für den Nachmittag haben sich 5 Personen aus unserer Gruppe zu einer Rafting-Tour auf dem vor dem Hotel vorbeirauschenden Bohorok-Fluss angemeldet. Rita und ich  sitzen mit zwei indonesischen Führern auf einem „Raft“ aus zusammengebundenen Lkw-Reifen, während Jochen, Klaus und Reinhard auf Einzelreifen den Fluss hinunterschippern, umsichtig betreut von den Raft-Führern. Ich genieße die vorbei gleitende Landschaft; mal steht ein Wasserbüffel bis zum Hals im kühlen Wasser, mal wandert eine Gruppe von Frauen in ihrer traditionellen Kleidung am Ufer entlang, auf dem Kopf eine schwere Last tragend. Nach einer gut 2-stündigen Flussfahrt gehen wir an Land, wo wir auf der nahe gelegenen Straße auf ein vorbei fahrendes Sammeltaxi warten, das uns zurück zum Hotel bringen wird. Schnell sind die Reifen auf dem Dach verstaut und wir nehmen auf den beidseits angebrachten Pritschen mit unseren nassen Sachen Platz. Unter viel Gelächter und fröhlichem Geplauder geht auch dieses Abenteuer zu Ende.

Während des gemeinsamen Abendessens im Restaurant bricht erneut ein heftiges Gewitter über uns herein und für einige Zeit ist der Strom weg und damit die Beleuchtung. Glücklich ist, wer eine Taschenlampe und einen Regenschirm hat.

Am nächsten Morgen verlassen wir unser Urwaldquartier sehr früh und fahren mit unserem Reisebus durch das Hochland des Karo-Batak-Volkes zum landschaftlichen Juwel Sumatras, dem Toba-See. Unterwegs machen wir Stop in Sukamakmur, dem Trainingszentrum der Karo-Kirche. Hier erhalten wir ein leckeres Mittagessen und werden über Struktur und Entwicklung der Creditunion für Bauern der Karo-Batak informiert. Alles macht auf uns einen sehr guten Eindruck.

Als wir den Toba-See erreichen, ist es bereits dunkel geworden. Das hoteleigene Schiff bringt uns zum Hotel Toledo Inn auf der im Toba-See gelegenen Insel Samosir. Nach der Zimmerverteilung  treffen wir uns zu einem köstlichen  Abendessen auf der Terrasse des Hotels. Die Gruppe ist zu einer fröhlichen Gemeinschaft zusammen gewachsen. Gemeinsames lachen, singen und beten schmiedet uns zusammen. Das hilft auch die Hoffnung nicht zu verlieren, als Reinhards Tasche mit Geld und allen Papieren verschwunden ist. Unsere Zuversicht wurde belohnt, der Dieb wurde ermittelt und die Tasche zurückgegeben. So konnten wir beruhigt weiterreisen. Zuvor gab es noch zwei herrliche Tage auf der Insel. Das Baden im See vor Sonnenaufgang und die Geburtstagsfeier von Frank Drensler in einem gemütlichen kleinen Lokal zählten zu den Höhepunkten, neben vielen interessanten Sehenswürdigkeiten bei der Inselrundfahrt.

Am Freitag verlassen wir die Insel Samosir und machen uns auf den Weg nach Balige, die Stadt am Südufer des Toba-Sees. Unterwegs machen wir Stop in einem traditionellen Batak-Dorf, wo uns gewebte Stoffe zum Kauf angeboten werden. Wir fahren weiter zum Grabmahl des Missionars und „Apostels der Bataker“ J. L. Nommensen in Sigumpar. Dann zum Campus der Technikerschule DEL in Laguboti. Wir sind von der modernen Einrichtung mit Studentenheimen, Vorlesungs- und Übungsräumen etc. beeindruckt.

Am Nachmittag erreichen wir Balige und machen gleich unseren Antrittsbesuch im Evangelischen Krankenhaus, mit dem uns eine Partnerschaft verbindet. Uns wird ein sehr herzlicher Empfang bereitet. Als erstes besichtigen wir die Diakonissenschule, sie macht einen guten und freundlichen Eindruck. Die Schülerinnen empfangen uns mit einem Lied; die jungen Stimmen klingen wunderbar. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist anders als die der Krankenschwestern. Ziel ist eine ganzheitliche Pflege der Menschen, vor allem von Babys und alten Menschen. Anders als bei uns können die Diakonissen heiraten, sie brauchen keinem Orden beizutreten. Bewerberinnen für diesen Ausbildungsberuf gibt es genug..

Um 18.00 Uhr treffen wir den neuen Vorstand der kirchlichen Stiftung für Krankenhaus und Pflegeakademie. Nach ersten Gesprächen werden wir zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen, an dem auch der uns bekannte frühere Krankenhausdirektor Dr. Irwan mit Familie teilnimmt. Den Tag beenden wir mit gemeinsamem Singen und Gebet.

Der Samstag beginnt mit einer von Pfarrer Drensler geleiteten Andacht mit allen Krankenhausangestellten in der großen Halle. Dann machen wir einen Rundgang durch die Klinik. Nur wenige Betten sind belegt; das Krankenhaus hat seit Jahren nur eine geringe Auslastung. Die Patienten haben den ganzen Tag Besuch von ihren Angehörigen. Etliche Neugeborene liegen in den Bettchen. Auf der Waisenstation sind z. Z. fünf Kinder. Bei einem Rundgang durch die Pflegeakademie, die sich auf dem Krankenhausgelände befindet, können wir sehen, wie die Studenten lernen und leben. Die dringend notwendigen Gespräche der Mitglieder unseres Partnerschaftsausschusses mit dem Stiftungsvorstand sind Ausdruck der Hoffnung für eine weitere Zusammenarbeit mit Köln-Süd und dem Medizinisch-Christlichen Hilfswerk Wetzlar. Schluss des Arbeitsprogramms an diesem Tag bildet der Besuch beim HIV-Aids-Komitee der Toba-Batak-Kirche. Dort wird offenbar eine gute und wichtige Aufklärungsarbeit geleistet.

Am Abend feiern wir im großen Andachtssaal mit allen Krankenhausangestellten ein Abschiedsfest. Uns wird ein reichhaltiges Kulturprogramm mit Gesängen und Tänzen geboten. Auch wir müssen uns mit einem Lied darstellen und natürlich auch eine Rede halten. Letzteres ist Aufgabe von Reinhard Radloff, dem Vorsitzenden unseres Partnerschaftsausschusses, dem eigentlich immer die richtigen Worte einfallen. Und natürlich werden noch Ulosse überreicht, die wunderschönen Segenstücher der Bataker. Zum Schluss schüttelt uns jeder der Anwesenden die Hand und verabschiedet sich persönlich von uns. Wir sind alle tief bewegt von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft dieser Menschen.

Am Sonntag verlassen wir Balige in aller Frühe, um die letzten 4 Tage im Kirchenkreis Silindung zu verbringen, mit dem wir ebenfalls eine Partnerschaft unterhalten. Nach der Begrüßung durch Superintendent Silitonga und den Partnerschaftsvorsitzenden Sitorus in Tarutung/Pearaja fahren wir mit Geländewagen zum „Pilgerzentrum“ Salib Kasih (Kreuz der Liebe). Auf einem Berg hoch über dem Silindungtal wurde ein riesiges Betonkreuz errichtet zum Andenken an den von den Batakern verehrten Missionar Ludwig Nommensen. Hier hatte Nommensen eine Vision: er hörte aus jedem Dorf im Tal Kirchenglocken läuten. Dies ermutigte ihn für seine Arbeit, und später wurde seine Vision Wirklichkeit. An diesem Sonntag feiern wir hier Gottesdienst, Pfr. Drensler hält die Predigt. Hier begegnen wir auch den Schülern, die ein Stipendium von Menschen aus unseren Gemeinden, erhalten. Wir machen viele Fotos, aber es ist schwierig herauszufinden, welcher Name zu welchem Gesicht und damit zu welchem Foto gehört. Die Arbeit mit den Schülerpatenschaften bedarf noch dringend einer Verbesserung.

Mit unserem Bus fahren wir weiter zum Diakonissen-Mutterhaus, wo wir von den deutsch sprechenden Diakonissen Nuria und Bonaria mit indonesischem Kaffee und Kuchen nach deutschem Rezept empfangen werden. Hier werden wir mit einem kleinen Vortrag über das Frauen-Bildungsprojekt „Sopo Komil“ informiert. Endlich erreichen wir unser Quartier für die nächsten Tage, das landeskirchliche Gästehaus in Pearaja. Die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig. Zum Abendessen sind wir bei Familie Sitorus eingeladen. Wir sitzen nach traditioneller Art auf dem Fußboden, was uns Deutschen gar nicht so leicht fällt. Und dann auch noch essen und trinken! Ich habe den Eindruck, dass sich unsere indonesischen Gastgeber doch ein wenig über unsere Ungeschicklichkeit amüsieren. Aber da wir über uns selber lachen können und das Essen vorzüglich ist, verleben wir wieder einen wunderbaren Abend.

Nach einer morgendlichen Andacht und anschließendem reichhaltigen Frühstück wollen wir am Montag ein Wasserversorgungsprojekt in einer Gemeinde im KK Silindung besichtigen, welches mit finanzieller Hilfe durch den KK Köln-Süd fertig gestellt worden ist. Mit 4 Geländewagen fahren wir vorbei an mit Gemüse oder Kaffee bestellten Feldern, wir sehen Ananas, Bananen, Papaya u.v.m. Nach etwa 2stündiger Fahrt durch die hügelige Landschaft erreichen wir das Dorf Tibikke. Hier werden wir von den Bewohnern des Dorfes herzlich empfangen, alle haben sich für unseren Besuch fein gemacht und wir versammeln uns in der Dorfkirche. Hier werden wieder Reden gehalten, gemeinsam gesungen und gebetet. Es gibt auch Mittagessen; die Dorfbewohner haben alle einen Teller dabei. Mehr brauchen sie nicht für Reis und Gemüse,  da mit den Fingern gegessen wird. Wir bekommen jedoch eine Gabel. Zum Nachtisch gibt es köstliche Ananas. Danach besichtigen wir die Wasserleitung, die jetzt das Wasser vom Bachtal mit Pumpbrunnen bis ins Dorf bringt. Das ist eine große Erleichterung, besonders für die Frauen. Zum Abschied stellen wir uns nebeneinander auf und alle Dorfbewohner, groß und klein, ziehen an uns vorbei und schütteln jedem Einzelnen die Hand. Für sie war unser Besuch ein großes Ereignis, denn ihr Dorf liegt weit abgelegen von den anderen Dörfern, und sie sind uns für die finanzielle Hilfe aus Deutschland von Herzen dankbar.

Zurück in Pearaja finden am späten Nachmittag erste Gespräche zwischen den Partnerschaftsausschuss-Mitgliedern beider Kirchenkreise statt, die in den nächsten Tagen fortgesetzt und vertieft werden. Zum Abendessen haben wir eine Einladung durch den „Bupati“, den Landrat des Bezirks Nord-Tapanuli/Silindung. Begrüßung und Essen sind recht formell; wir fühlen uns jedoch geehrt, vom Landrat empfangen zu werden.

Später lassen wir den Tag mit fröhlichen Liedern zur Gitarre im Gästehaus ausklingen.

Am nächsten Morgen wandern wir bei Sonnenaufgang und Frühnebel durch das erwachende Dorf zum „Air-Soda“, einem nätürlichen Wirlpool mit 30-35 Grad warmem Wasser und CO²-Blasen. Das Bad ist ein tolles Erlebnis. Für die nächsten Stunden ist ein Treffen mit Vertretern der Landeskirche, Superintendenten und Pfarrern vorgesehen. Obwohl ich einige Probleme mit meinen Englischkenntnissen habe, erhalte ich doch Grundlageninformationen. Interessant ist das folgende Treffen mit ca. 40 Fahrern von Motorrad-Rikschas zum Personentransport. In einer Kirche in Tarutung halten wir zusammen einen Dank-Gottesdienst mit traditioneller Batak-Musik und Chor. Die Rikscha-Fahrer gehören mit zu den Ärmsten der Gesellschaft. Die HKBP hatte im letzten Jahr mit Geldern aus unserem Kirchenkreis die ärztliche Versorgung der Fahrer und ihrer Familien sichergestellt (eine Krankenversicherung für diese Leute gibt es nicht)  und alle zu einem Weihnachtsessen eingeladen. Wir können uns davon überzeugen, dass dieses Geld gut angelegt ist. Nach ausgiebigem Händeschütteln brausen alle mit ihren Rikschas wieder davon, um ihrer Arbeit nachzugehen.

Am Nachmittag treffen sich die Ausschussmitglieder erneut, um die Jahresprogramme bis 2010 zu besprechen.

Das Abendessen wird von der Ehefrau des Superintendenten Silitonga unter dem Vordach des Gästehauses ausgerichtet. Außer uns ist noch eine Schar indonesischer Gäste (Mitarbeiter der Kirche) eingeladen. Wir verbringen wieder einen fröhlichen Abend mit vielen guten Gesprächen und gemeinsamem Singen.

Am Mittwoch steht der Besuch im Kindergarten „Regenbogen“ auf dem Programm. Der Kindergarten wurde von der Diakonisse Bonaria ins Leben gerufen und ist in einem traditionellen Batak-Haus untergebracht. Ich übermittle Grüße vom Kindergarten „Unterm Regenbogen“ unserer Gemeinde und überreiche die mitgebrachten Geschenke (es besteht ein freundschaftlicher Austausch zwischen beiden Kindergärten). Es macht viel Freude, die Kinder beim Spielen und Lernen zu beobachten. Später sind wir Gäste bei einer Schulung von Pastoren, Predigthelfern, Bibelfrauen und Diakonen zur Predigtvorbereitung. Es folgen weitere Gespräche mit den Ausschussmitgliedern über die geplante Ausweitung der CUM (Credit Union Modifiziert). Der Tag endet mit einem fröhlichen Abendessen bei der Familie Tambunan, wo wir uns auch von unseren indonesischen  Freunden und Gastgebern verabschieden müssen, denn am nächsten Morgen werden wir Tarutung/Pearaja verlassen.

Von unserem komfortablen Reisebus werden wir nach Pematang-Siantar gebracht, wo wir auch die letzte Nacht auf Sumatra in einem Hotel verbringen werden. Zur Mittagszeit sind wir auf dem Gelände der Theologischen Hochschule der Toba-Batak-Kirche zu Gast im Haus von Dr. Fridz Sihombing, einem Dozenten der Hochschule, den wir auch schon vor einigen Jahren in unserer Johanneskirche begrüßen konnten. Es ist ein herzliches Wiedersehen. Wir fahren weiter zum Waisenhaus Elim der HKBP-Kirche und sind ein wenig erschrocken über das trostlose Aussehen dieses Heimes. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir uns hierüber noch mehr Gedanken machen müssen. Weiter geht´s zum Mutterhaus der Bibelfrauen „Eben Ezer“ und treffen einige alte pensionierte Bibelfrauen, die dort ihren Ruhestand verbringen. Alles ist sehr interessant und die herzliche Begegnung mit den Frauen eindrucksvoll.

Freitagmorgen fahren wir dann nach Medan, wo sich unsere Gruppe aufteilt. Für 7 Leute ist noch ein mehrtägiger Aufenthalt auf der Sumatra vorgelagerten Insel Nias geplant; ich fliege zusammen mit Helga, Inka und Frank zurück nach Deutschland.

Ein wunderbarer erlebnisreicher Urlaub geht zu Ende. Erholsam war er sicher nicht, aber er wird allen Reiseteilnehmern durch die vielen persönlichen Begegnungen mit diesen liebenswerten freundlichen Menschen immer in Erinnerung bleiben. Die Reise hat deutlich gemacht, dass persönliche Kontakte und gegenseitige Besuche unerlässliche Bestandteile der Partnerschaftsarbeit sind.

Margita Neubauer

Tageslosung 23.05.2018
Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.

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