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Kirchenkreis Köln-Süd

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#dazusteheich: Dr. Bernhard Seiger über den Sommerurlaub

„Das Wandern ist zugleich auch ein Bild für das Leben", sagt Dr. Bernhard Seiger, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd. In dem Beitrag der Reihe #dazusteheich erzählt er von Naturerlebnissen, von einem Perspektivwechsel, besonderen Berg-Momenten und dem befreienden Blick nach einer anstrengenden Wanderung.

Und hier der Text zum Nachlesen:

Was verbinden Sie mit Sommerurlaub? Für mich bedeutet Sommerurlaub viel draußen sein, Erlebnisse mit der Natur und sich bewegen. Dafür steht hier dieser Wanderschuh.

Warum gehen Menschen gern in die Natur? Ich glaube deshalb, weil sie dabei die Entschleunigung erleben, weil sie Natur intensiver spüren, und weil sie damit auch sich selber intensiver wahrnehmen können. Das Wandern ist zugleich auch ein Bild für das Leben. In der Bibel gibt es eine ganze Reihe von Geschichten, die vom Wandern, vom Unterwegssein, erzählen. So ist das Volk Israel über lange Zeiten in der Wüste unterwegs, und auch nach Jahrhunderten erinnern sie sich noch an die Erlebnisse, die sie in dieser unwirtlichen Umgebung gehabt haben.

Doch Jesus geht von Ort zu Ort, um dort Menschen zu treffen. Das bedeutet: Leben heißt unterwegs sein, sich selber verändern, an unterschiedliche Orte kommen, also nicht fest und starr sein, sondern sich verändern, unterwegs sein. Mit dem Wandern ist es wie im Auf und Ab im Leben: Es geht rauf, es geht runter, manches ist sehr anstrengend, manche schönen Wegstrecken erleben wir, aber auch manche, die uns eher Kraft kosten.

Und manchmal erlebt man es auch, dass man sich verrannt hat, und dann tut man gut daran, umzukehren. Wenn zum Beispiel das Wetter nicht mehr passt oder der Weg zu gefährlich wird. Manchmal müssen wir uns umwenden und neu orientieren. Wenn ich unterwegs bin, dann ist es gut, mir den ganzen Weg in Etappen einzuteilen, damit ich mich nicht überfordere, also Pausen zu machen, innezuhalten. Dann bekomme ich auch wieder die Kraft für die nächste Etappe und so schaffe ich nach und nach den ganzen Weg und bin, wenn es gutgeht, zwischendrin sehr viel bei mir und merke, dass mir das Gehen gut tut, dass ich innerlich frei werde, weil ich einen Rhythmus finde, der zu mir passt. Und irgendwann ist man dann oben auf dem Gipfel angekommen.

Ein schönes Erlebnis, ein Glücksgefühl. Vielleicht ist man völlig erschöpft, das kann sein. Aber meistens empfindet man auch Freude, dass man diesen Weg geschafft hat und kann dann auch auf das schauen, was ich unterwegs erlebt habe, die anstrengenden Passagen. Vielleicht sehe ich auch das, was ich zu Hause zurückgelassen habe von da oben noch einmal in einer anderen Proportion.

Manches, was mich geärgert hat, wo ich in Konflikten war, wo ich auch vielleicht verletzt worden bin, bekommt mit dieser Perspektive ein anderes Gewicht. Ich brauche mich von diesen Erfahrungen nicht im Letzten bestimmen lassen, dafür ist ein Moment auf einem Gipfel ein guter Moment, um nachzudenken, was zählt eigentlich wirklich, woran richte ich mich aus. Da oben hat man einen guten Überblick.

Es gibt eine wunderschöne Geschichte in der Bibel, die geht so, dass Jesus und drei der Jünger auf den Weg sich machen, um einen Berg zu besteigen, es ist eine intensive und schöne Erfahrung, und weil es ihnen so gut gefällt, weil sie Gott so nah sind, möchten die Jünger gerne dort drei Hütten bauen. Jesus ist da skeptisch, er weiß, man kann Erlebnisse nicht für immer festhalten in einem Gebäude oder so. Und so gehen sie dann wieder vom Berg herunter. Aber sie gehen verändert von diesem Berg herunter, sie nehmen den Glanz und das Glück, das sie da oben miteinander erlebt haben, mit im Herzen, als einen Schatz, der ihnen hilft, das, was sie im Alltag erleben, richtig einordnen zu können.

Genau das wünsche ich uns für die Sommerzeit, dass wir besondere Erlebnisse haben, die uns gut tun, die uns Freude schenken, die uns die Fülle des Lebens genießen lassen und uns einen befreienden Blick auf das schenken, was uns im Leben ausmacht.

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Samstag, 18. August 2018:

Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen!
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Seid in Christus verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.
Kolosser 2,7

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