Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

Die diesjährige Gedenkstättenfahrt führt uns nach Israel. Im wunderschönen Land rund um den Jordan und direkt am Mittelmeer werden wir uns mit der Historie und dem „Jetzt" beschäftigen. Unter dem Motto „GEH DENKEN" werden wir Land und Leute auf einer...
  „Mit Osterglocken wird das dieses Jahr wohl nichts mehr", sagt die Floristin bedauernd. „Ostern liegt so spät – da ist alles schon verblüht." Die Kundin reagiert sichtlich enttäuscht. Ostern ohne Osterglocken – das geht gar nicht! Ich fühle es...

P1040400Ein wichtiges Element der weltweiten ökumenischen Beziehungen in unserem Kirchenkreis ist die seit gut 25 Jahren gepflegte Partnerschaft zur Toba-Batak-Kirche (HKBP) auf Nordsumatra/ Indonesien. Die Anfänge der Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Köln-Süd und dem Kirchenkreis Silindung sowie dem kirchlichen Krankenhaus in Balige/Tobasee auf der Insel Sumatra reichen bis ins Jahr 1980 zurück. Auf Vermittlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal wurden zunächst Kontakte zum Krankenhaus Balige hergestellt. Diese wurden später auf den Kirchenkreis Silindung erweitert. Seitdem wird die Partnerschaft durch gegenseitige Besuche, durch viele Briefe und E-Mails, Anteilnahme an Projekten auf beiden Seiten und dem füreinander Beten mit Leben gefüllt. Bei allen Begegnungen grüßen sich unsere Partner mit dem Segenswunsch in ihrer Bataksprache: HORAS !

Wer unsere Partner sind

Der Kirchenkreis Silindung und das Krankenhaus Balige gehören zur Toba-Batak-Kirche, deren offizieller Name Huria Kristen Batak Protestan (HKBP) lautet. Mit ca. 4 Millionen Mitgliedern ist sie die größte protestantische Kirche Ostasiens. Entstanden ist sie durch das Wirken des norddeutschen Missionars Ludwig Ingwer Nommensen und anderer Missionare, die von der Barmer Mission im 19. Jahrhundert ausgesendet wurden. Die HKBP ist heute in allen Teilen Indonesiens mit Gemeinden vertreten. Unsere Partner wohnen im Norden Sumatras im Gebiet des landschaftlich schönen Toba-Sees.

Land und Leute

P1040444Indonesien ist ein asiatischer Inselstaat. Beiderseits des Äquators erstrecken sich auf 5.000 Kilometer Länge mehr als 13.000 Inseln. Die 240 Millionen Einwohner sind zu 88 Prozent Muslime, ca. 9 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Viele Völker und Sprachgruppen leben in dem 1945 unabhängig gewordenen Staat.
Das Batakland mit unserer Partnerkirche ist eine christliche Enklave in islamischem Umfeld. Arm an Bodenschätzen ist das Gebiet überwiegend bäuerlich geprägt. Viele Menschen verlassen aber die ländliche Provinz, um in den Großstädten ihr Glück zu suchen.
Der Alleinherrscher Suharto ließ viele Menschen im Lande umsiedeln. Nach seinem Rücktritt 1998 kam es ohne den ständigen Druck des Militärs zu Konflikten in verschiedenen Provinzen. Ost-Timor ist inzwischen ein selbst­ständiges Land, West Papua kämpft um Unabhängigkeit. In Aceh, der radikal-islamisch geprägten Nordprovinz von Sumatra mit vielen Bodenschätzen, ist nach der Tsunamikatastrophe von Weihnachten 2004 der lange währende Bürgerkrieg beendet worden. Alle haben beim Wiederaufbau zugefasst.

Durch die asiatische Wirtschaftskrise 1997, den Tsunami 2004 und häufige Erdbeben ist die tägliche Versorgung der Bevölkerung in Sumatra immer schwieriger geworden. Arme Menschen bekommen von der Bank keinen Kredit, um Saatgut oder einen Verkaufsstand als Kleinhändler zu erwerben. Mit Unterstützung der Kirche gründen sie deshalb an manchen Orten Kreditgenossenschaften.

Kirchliches Leben

P1040548Die stets gut besuchten, mehrere Stunden dauernden Gottesdienste, in denen viel und fröhlich gesungen wird, sind Mittelpunkt des Gemeindelebens. Jugendliche bringen moderne Musik und Theaterstücke in die Gottesdienste ein und nehmen mit großem Engagement an Jugendcamps teil. Der christliche Glauben prägt das tägliche Leben der Toba-Batak-Gemeinschaft, das aber auch in althergebrachten Traditionen verankert ist.
Heute steht die Toba-Batak-Kirche vor großen Herausforderungen zur Erneuerung kirchlicher Strukturen sowie der fundierten Ausbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen. An diesem Prozess nehmen wir regen Anteil.

Wie die Partnerschaft lebt

Auf beiden Seiten gibt es Partnerschafts-Ausschüsse, am Krankenhaus Balige, im KK Silindung und in Köln-Süd. Die Ausschüsse sind mit Laien und Pfarrern bzw. kirchlichen Mitarbeitern besetzt und planen die nächsten Veranstaltungen, Gottesdienste, gemeinsame Projekte und Reisen. Wir arbeiten auch mit anderen deutschen Kirchenkreisen zusammen, die Partnerschaften mit der HKBP-Kirche pflegen. Unter Mithilfe der VEM bilden wir ein Netzwerk mit regem Austausch.

Wesentlicher Bestandteil unserer Partnerschaften sind Besuche in beide Richtungen. Wir wollen persönliche Glaubens- und Lebenserfahrungen teilen und besseres Verständnis  für einander finden. Die Bibel­frau Bungapola Simanjuntak aus Nordsumatra hat dies so formuliert: „Es ist wichtig, dass wir miteinander reden und füreinander beten. Denn wir alle sind Glieder am Leib Christi. Ist eines davon krank, leiden die anderen mit."

Jedes Jahr wird der Partnerschaftssonntag gemeinsam gefeiert, in Balige, im KK Silindung und bei uns. Aus der Partnerkirche gibt es dazu Berichte. Im Gottesdienst wird konkret füreinander gebetet.

Wie unsere Finanzhilfe aussieht

P1040534Der Partnerkirchenkreis und das Krankenhaus in Indonesien führen Projekte zur Fortbildung der Gemeindemitarbeiter und der Krankenhausmitarbeiter durch. Z. B werden Kindergottes-diensthelfer und Leiterinnen von Frauengruppen geschult. In entlegenen Dörfern werden Brunnen gebohrt und Leitungen für sauberes Wasser bis in die einzelnen Häuser gelegt.
Da im Hochland von Nordsumatra häufig Erdbeben auftreten, wird die erforderliche Katastrophenhilfe von uns unterstützt. Wir fördern engagierte Schüler und Studenten in Sumatra durch Patenschaften und Stipendien, damit sie eine gute Ausbildung und Perspekive für ihr Leben und für die Gesellschaft entwickeln.
Im Krankenhaus Balige werden schon seit langem Waisenkinder, deren Mütter bei der Geburt gestorben sind oder als ledige Mütter die Kinder nicht behalten wollen, über drei Jahre betreut, bis sie in ein kirchliches Waisenhaus kommen. Das Überleben der Waisenkinder wird ebenfalls vom Kirchenkreis Köln-Süd unterstützt.

Bei allen Projekten und Hilfen ist wichtig, dass unsere Partner einen wesentlichen Anteil tragen und die Projekte eigenverantwortlich durchführen.

Haben Sie Interesse?

Wenn Sie mithelfen möchten, unsere Kirchenpartnerschaft mit Nordsumatra weiter zu beleben, geben wir Ihnen gerne weitere Informationen oder laden Sie zur nächsten Veranstaltung oder Ausschusssitzung ein:
Ausschuss für Weltmission und Partnerschaft des Kirchenkreises Köln-Süd (PSA).

Dipl.-Ing Reinhard Radloff, Synodalbeauftragter für Weltmission, Tel. 02235-41859

Beiträge des Amtes für Presse und Kommunikation des Kirchenverbandes Köln und Region

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Tageslosung

Donnerstag, 23. Mai 2019:

Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth.
Jeremia 15,16

Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
Lukas 11,28

Gottesdienste

Gottesdienste im Ev. Kirchenkreis Köln-Süd

Konzerte

Konzerte (Link öffnet neues Fenster)
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