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Kirchenkreis Köln-Süd

Informationen und Mitteilungen aus dem Kirchenkreis
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Zum ersten Mal gibt es „Seelsorgewochen“ in Köln, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Erft-Kreis.

 

Notfallseelsorger Holger ReiprichZum ersten Mal gibt es „Seelsorgewochen“ in Köln, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Erft-Kreis. Und zwar im März 2017, veranstaltet vom „Arbeitskreis Seelsorge, Beratung und Supervision im Bereich der vier Kölner Kirchenkreise und des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region“. Initiiert und koordiniert wird das Projekt durch den Notfallseelsorger Holger Reiprich und den Krankenhausseelsorger Karsten Leverenz.

Die Seelsorgewochen bieten einen ganzen Monat voller Vorträge, Gottesdienste und Workshops und laden darüber hinaus auch zu einer eine Ausstellung ein: Im Zeitraum vom 5. März bis zum 4. April stehen Interessierten viele Veranstaltungen zum Thema offen. Die meisten Angebote können ohne Anmeldung besucht werden und sind kostenfrei.

Anlass ist das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“. Der Reformator Martin Luther hatte vor 500 Jahren neu erkannt, dass der Mensch trotz aller Leistungsfähigkeit auf Gnade angewiesen bleibt: das Geschenk, angenommen zu sein. Da der Mensch um sein „Angenommen-Sein“ wisse, könne er mit seiner Fehlbarkeit, seinem Scheitern und Schuldigwerden leben, erklärt Holger Reiprich.

Dies wollen die Veranstalter unter anderem bei einem Abend der Justizvollzugsseelsorge thematisieren. Ausgehend von Beiträgen Gefangener wollen sie über die Anerkennung von Schuld, das Geschenk der Vergebung und die damit verbundene Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten nachdenken.

Ein weiteres Thema der Reihe ist die „Gemeinschaft der Heiligen“. Damit sei der Aspekt des „Aufgehoben-Seins in der Gemeinschaft der Christinnen und Christen“ gemeint, so Reiprich: „Ein Mensch bleibt mit seinem Anliegen nicht allein, sondern findet in der Kirche in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ein tragfähiges soziales Netz“. Dafür gibt es die Ortsgemeinden und die verschiedenen funktionalen Dienste, erläutert der Notfallseelsorger.

Den Auftakt der Seelsorgewochen macht der Kirchenkreis Köln-Süd mit einem Seelsorge-Gottesdienst am Sonntag, 5. März, 10.30 Uhr, mit Superintendent Dr. Bernhard Seiger, Pfarrer Karsten Leverenz und Pfarrerin Gabriele Wissmann-Winkelmann in der Reformationskirche Köln-Bayenthal, Goethestraße/Ecke Mehlemer Straße.

Ein Workshop für Ehrenamtliche in Besuchsdienst, Seelsorge und Beratung unter dem Stichwort „Seelsorge und Achtsamkeit“ wird am Dienstag, 7. März, von 18 bis 21 Uhr, in der Martin-Luther-King-Kirche Hürth, Villering 38, angeboten. Veranstaltet wird er von Pfarrer Karsten Leverenz, Krankenhausseelsorger und Meditationslehrer. „In der Haltung der Achtsamkeit begegnen wir der Erfahrung, dass wir uns das Leben nicht verdienen müssen, sondern es annehmen können“, so Leverenz. In dem Workshop wird es um die Achtsamkeit als Haltung in Begegnung und Seelsorge gehen.

„Und wenn die Welt voll Teufel wär. Was Herr und Frau Luther gegen Depressionen raten“, lautet der Titel eines Vortrags von Krankenhausseelsorger Dr. Rainer Fischer am Dienstag, 7. März, 20 Uhr, in der Reformationskirche Köln-Bayenthal. Thematisiert werden depressive Stimmungen und Niedergeschlagenheit bis hin zur tiefsten Verzweiflung. In vielen Briefen gab Martin Luther Tipps dagegen und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen. Diese werden im Vortrag benannt.

„Gewissen oder Gesetz ?“ Was hilft weiter, wenn Menschen am Lebensanfang oder am Lebensende um Entscheidungen ringen? Reformatorische Perspektiven erweisen sich als hilfreich, wenn Patienten, Angehörige und Mitarbeitende in Krankenhäusern mit Fragen nach Therapieverlängerung, Therapiebegrenzung oder Therapieabbruch konfrontiert sind. Informationen dazu gibt Krankenhausseelsorger Karsten Leverenz am Mittwoch, 8. März, 20 Uhr, in der Auferstehungskirche Sürth, Auferstehungskirchweg 7.

An die Seelsorgewochen im Kirchenkreis Köln-Süd schließen sich die Seelsorgewochen im Kirchenkreis Köln-Nord (Sonntag, 12. März, bis Freitag, 17. März), im Kirchenkreis Köln-Mitte (Sonntag, 19. März, bis Freitag, 24. März) und im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch (Sonntag, 26. März, bis Freitag, 31. März) an. Alle Veranstaltungen sind unter 2017.kirche-koeln.de aufgeführt.

Bei einigen Veranstaltungen werden auch die kirchlichen Räume verlassen. So gehen die Gefängnisseelsorger zum Beispiel am 14. und 15. März mit dem Thema „Schuld und Vergebung“ auf die Straße, und zwar auf die Kölner Schildergasse an der Antoniterkirche. Am 19. März überträgt der Deutschlandfunk aus der Stephanuskirche in Riehl einen Radiogottesdienst mit Pfarrer Uwe Rescheleit. Und Notfallseelsorger Holger Reiprich hat ein spirituelles Angebot im Flughafen Köln-Bonn vorbereitet.

Den theologischen Impuls für die Seelsorgewochen gab übrigens ein Vortrag von Professor Okko Herlyn auf dem Seelsorge-Pfarrkonvent der vier Kölner Kirchenkreise im vergangenen Jahr. Er formulierte aus den reformatorischen Grundannahmen Martin Luthers Impulse für die heutige Seelsorgearbeit. Die Grundannahmen sind die sogenannten vier „Soli“ – Luther formulierte: Sola Gratia (allein durch die Gnade Gottes wird der Mensch den Anforderungen gerecht), sola scriptura (allein die heilige Schrift ist Quelle und Maßstab), solus Christus (allein Christus ist der Weg zum Heil) und sola fide (allein durch den Glauben, nicht durch gute Taten wird der Mensch gottgefällig). Auf dieser Grundlage haben die Referentinnen und Referenten ihre Veranstaltungen konzipiert, immer mit Blick auf die zentrale Fragestellung: „Welche Bedeutung hatte die Seelsorge für die reformatorische Theologie und welche Anregungen lieferte die Reformation für die heutige Seelsorge?“

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