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by kiki pfitzer pixelio de
Liebe Leserin, lieber Leser!
Eine gutes und gesegnetes neues Jahr 2018 wünsche ich Ihnen – auf dass viele Ihrer Wünsche in Erfüllung gehen, Sie immer wieder zu Ihren Quellen kommen und daraus Kraft, Ideen und Trost schöpfen können.
In vielen Dörfen gibt es immer noch Dorfplätze, die in der Mitte einen Brunnen haben. Drum herum gibt es Bänke, die zum Verweilen einladen. An manchen Plätzen gibt es eine Dorflinde oder eine Dorfeiche. Es ist schön dort zu Verweilen. Besonders wenn man so einen Platz bei einer langen Wanderung ansteuern kann und das klare, kühle und erfrischende Wasser aus dem Brunnen genießen kann.
In früheren Zeiten haben solche Plätze eine wichtige soziale Funktion gehabt. Sie gehörten der Dorfgemeinschaft und konnten von jedem Bewohner des Dorfes genutzt werden. Man traf sich dort, redete über Gott und Welt, tauschte den neusten Tratsch aus und holte sich vom Brunnen in großen Eimern sein Wasser für den täglichen Gebrauch. Umsonst!!

Die Jahreslosung für 2018 nimmt diese Gedanken verdichtet auf und bezieht sie auf Gott:
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6)

Für mich bedeutet das: Gott schaut in mein Herz – er erkennt meinen leibhaftigen und meinen seelischen Durst – Gott erkennt meine unerfüllten Bedürfnisse. Gott will und wird den Durst in dieser Welt stillen und jedem von uns aus der Quelle des lebendigen Wassers geben. Umsonst. Und umsonst meint hier nicht „vergeblich“ sondern „gratis“ – für Dich und mich geschenkt.
Die 59.Aktion von „Brot für die Welt“ steht unter Motto „Wasser für alle“ und meint es ganz konkret: „Sauberes Wasser zu haben ist ein grundlegendes Menschenrecht und der Schlüssel zu einem Leben in Würde. Es ist alle da und jeder Mensch sollte Zugang zu dieser wichtigen Ressource haben.“ Dafür setzt „Brot für die Welt“ sich ein - dafür haben wir in unseren Weihnachtsgottesdiensten Geld gesammelt und gebetet, damit viele konkrete „Wasser für alle“-Projekte vorankommen.
Und noch ein letzter Gedanke: Wer aus der Quelle des lebendigen Wassers schöpft, wird auch für andere eine Quelle...
Gott befohlen!
Rüdiger Penczek, Pfarrer in Wesseling

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