Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

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(Ein Erfahrungsbericht von Niklas Westholt und Carmen Degen; Fotos: N. Westholt & C. Degen)

Mein Name ist Carmen, ich bin 26 Jahre alt und habe in Köln Sonderpädagogik studiert. Das bedeutet, ich werde in Kürze Lehrerin für Kinder mit einer Behinderung werde. Mit Abschluss des Studiums war für mich jedoch klar, dass ich nicht direkt mit dem Referendariat beginnen werde, sondern zunächst noch ein paar Erfahrungen im Ausland sammeln möchte. Da mein Mann im Rahmen seines Medizinstudiums die Möglichkeit hatte einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, war schnell klar, dass wir diese Reise gemeinsam antreten. Mit Hilfe des Kirchenkreises Köln-Süd und der besonderen Unterstützung durch Reinhard Radloff war es uns möglich bereits aus Deutschland einen Kontakt zu der Partnerkirche HKBP auf Sumatra herzustellen.

Niklas sollte dort im Krankenhaus Balige arbeiten und für mich war ein Platz in Hephata, einem Dorf für Menschen mit Behinderung, vorgesehen. Im November 2013 ging es los. Dort angekommen wurden wir sehr herzlich empfangen und aufgenommen.

In Hephata wohnen 93 Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Auf dem umzäunten Gelände gibt es neben den Wohnhäusern eine kleine Schule, eine Mensa in der alle gemeinsam dreimal täglich essen, eine Kirche, ein Büro sowie einen großen Besprechungsraum für die Mitarbeiter. Obwohl in Hephata normalerweise niemand ein Zimmer für sich alleine hat, bekam ich ein eigenes Zimmer im Gästehaus. Auch mein Mann wurde in dem Gästehaus des Krankenhauses Balige untergebracht. Anscheinend ist es für die Indonesier eine große Ehre, wenn jemand aus dem Ausland dort ein Praktikum machen will.

Hephata wurde ursprünglich gegründet um blinden Menschen ein Zuhause zu geben. Mit den Jahren kamen jedoch auch immer mehr Menschen mit anderen Behinderungen hinzu. So ist es häufig passiert, dass Kinder mit einer Behinderung vor den Türen des Krankenhauses in Balige abgesetzt wurden und so schließlich ihr Zuhause in Hephata fanden. So auch der kleine Moses.

Er ist schwerst-mehrfach behindert und wurde als Kleinkind dem Krankenhaus überlassen. Da das dortige Personal mit ihm jedoch überfordert war, wurde er mit vier Jahren schließlich in  Hephata aufgenommen, wo er seitdem lebt. Zweimal wöchentlich wird er von einer Mitarbeiterin zurück nach Balige ins Krankenhaus zur Ergotherapie gebracht, diese scheint auch teilweise erfolgreich zu verlaufen. So ist Moses nun in der Lage sich selbstständig etwas aufzurichten. In diesem Fall sind es die kleinen Erfolge, die plötzlich so viel größer erscheinen und den Aufwand belohnen. Wenn dann noch Moses Lachen hinzukommt, beginnen auch die Therapeutin und die Mitarbeiterin zu strahlen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Hephata zeigte sich zudem besonders in der Weihnachtszeit. Gemeinsam mit den Kindern aus Hephata haben wir einen Ausflug ins Krankenhaus gemacht und dort Blumen, Kerzen und Gebete an die kranken Menschen verteilt. Ziel sollte es sein, dass die Kinder die Welt außerhalb ihres Dorfes kennen lernen und Liebe an andere Menschen weiter geben. Zur Belohnung gab es anschließend eine traditionelle Nudelsuppe, die von allen begeistert gegessen wurde.

Auch Hephata wurde zur Weihnachtszeit reich beschenkt. Immer wieder kamen Besucher aus den verschiedensten Gegenden und brachten Reis, Kekse und manche sogar Schulsachen für die Kinder.

In der Schule von Hephata hingegen weht ein anderer Wind. Es wird deutlich, dass sich das Personal hauptsächlich mit den blinden Kindern beschäftigt hat. Kinder mit einer geistigen Behinderung werden alle in einer Klasse gemeinsam unterrichtet, obwohl sowohl der Altersunterschied als auch das Leistungsspektrum dieser Klasse sehr unterschiedlich ist und der gemeinsame Unterricht dadurch nahezu unmöglich ist. An dieser Stelle wird deutlich, dass in Indonesien die Entwicklung des Schulsystems noch einen langen und beschwerlichen Weg vor sich hat. Während wir uns in Deutschland mit den Schwierigkeiten der Inklusion müde diskutieren, fehlt es in Hephata/Sumatra noch an einer grundlegenden Vorstellung über die Erziehung von Menschen mit geistiger Behinderung. Es bleibt zu hoffen, dass hin und wieder Ideen und methodische Anregungen den Weg nach Hephata finden.

Für mich und meinen Mann war es eine großartige Erfahrung das Leben auf Sumatra kennen zu lernen. Wir haben sehr hilfsbereite und freundliche Menschen erlebt und einen sehr intimen Einblick in das dortige Leben erhalten. Für uns steht es schon fest, dass wir erneut nach Sumatra reisen wollen, wenn wir unser Studium beendet, ein wenig Berufserfahrung gesammelt und eventuell etwas mehr Indonesisch gelernt haben.

 

Die folgenden Artikel werden vom Amt für Presse und Kommunikation des Kirchenverbandes Köln zur Verfügung gestellt.
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