Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

Abschlusspräsentation Herbstsingwoche 2018   Samstag 27.10.2018, 16 Uhr in der Kreuzkirche Wesseling, Kronenweg 67 „Let's sing together!" - unter diesem Motto steht zum 3. Mal die Herbstsingwoche des Kirchen­kreises Köln-Süd. Am Samstag 27.10.20...
Wir laden ein zur zentralen Reformationsfeier des Ev. Kirchenverbandes in der Kölner Trinitatiskirche, Filzengraben 4,am 31.10. um 18 Uhr. Nach dem vielfältig und kreativ gefeierten Reformationsjahr 2017 stellen sich jetzt die Fragen: Wie geht der Pr...

(Text und Bilder von Rita und Reinhard Radloff, Erftstadt)

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Beispielhaft für die zahlreichen Schwestern (Diakonissen) innerhalb unserer Partnerkirche, der HKBP (Toba-Batak-Kirche) auf Sumatra möchten wir Ihnen einen Einblick in das Leben von Sr. Bonaria Hutabarat geben, die im Januar 2014 ihren 85. Geburtstag mit vielen Freunden feierte. Schon während unseres Besuches im letzten August konnten wir an einer großen Jubiläumsfeier der Kirche in ihrem Heimatort HKBP Hutabarat Parbaju, Tarutung, KK Silindung, teilnehmen, an der Sr. Bonaria als Initiatorin der Kirchenrenovierung geehrt wurde. Schwester Ria, wie sie kurz genannt wird, hat neben ihrer langjährigen Tätigkeit am HKBP-Krankenhaus in Balige am Tobasee die Entwicklung und das Leben in Dorf Lumban Marubun und der dortigen Kirchgemeinde gefördert und beeinflusst. Damit trat sie in die Fußstapfen ihrer Vorfahren, die als Rajas (Dorfhäuptlinge) für ihre große Marga (Sippe) und das Umfeld verantwortlich waren. Bei unseren Besuchen in den letzten 20 Jahren waren wir mehrfach bei Bonaria zu Gast und stets beeindruckt von der aufbauenden, spirituellen Atmosphäre in ihrer Familie und dem privaten Kindergarten Pelangi Kasih (Unterm Regenbogen). In einem traditionellen Batakhaus (Sopo), das ihr Großvater vor über 100 Jahren als Reisscheune errichtet hatte, werden heute ca. 30 Kinder betreut und unterrichtet.

85 years Sr Ria Jan 2014
Neben dem Kindergarten mit Spielgeräten befinden sich die gut erhaltenen Gräber ihrer bemerkenswerten Vorfahren, die durch den deutschen Missionar L. I. Nommensen und seine Amtsbrüder vor ca. 130 Jahren zum christlichen Glauben gefunden hatten. Es wundert daher nicht, dass im Wohnzimmer Bonarias über den Bildern ihrer Ahnen auch ein großes Bild von Nommensen hängt.

Geboren wurde Sr. Bonaria als 11. Kind des Rajas Renatus Hutabarata. Schon mit 6 Jahren kam sie in ein kirchliches Internat, das von der deutschen Diakonisse Sr. Frieda Lau geleitet wurde. Bonaria sagt: „Die Zeit dort hat mich beeinflusst, z. B. Disziplin und geregeltes Leben“. Nach dem 2. Weltkrieg besuchte sie ein Lehrerseminar. Kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung kam eine Anfrage von Nuria Gultom, einer gleichaltrigen Freundin, ob sie mit ihr nach Deutschland gehen würde, zur Ausbildung als Diakonisse in Düsseldorf-Kaiserswerth. Bonarias älterer Bruder und die Eltern waren zunächst dagegen, gaben aber später ihr Einverständnis, und so sind 1952 drei junge Batak-Frauen (Nuria Gultom, Bonaria Hutabarat und Floriana Tobing) mit dem Schiff zunächst nach Holland gefahren, wo Verwandte wohnten. Von Amsterdam ging es nach Wuppertal-Elberfeld zur Rheinischen Mission, mit der die HKBP-Kirche auch nach dem Krieg wieder zusammenarbeitete.

Bonaria marlieseN 2002
Nach drei Monaten Erlernen der deutschen Sprache begann die fünfjährige Ausbildung in Kaiserswerth, Tübingen und wieder Wuppertal: Krankenpflege- und Hebammen-Ausbildung, dann noch Bibelschule. Am 1. September 1957 wurden die drei Frauen als Diakonissen eingesegnet und zurück nach Indonesien ausgesandt. Ihr erster Arbeitsplatz war das frühere Missionskrankenhaus in Balige, das auch nach dem Krieg wieder von deutschen Ärzten geleitet wurde. Sr. Bonaria nahm verschiedene Aufgaben in den medizinischen Abteilungen und bei der Ausbildung von Krankenpflege-Schülern wahr. Weitere junge Batakfrauen wurden in Kaiserswerth ausgebildet und als Diakonissen eingesegnet. Mit vereinten Kräften setzten sich die Schwestern dafür ein, Leistung und Standard des Krankenhauses zu verbessern. Beim 100-jährigen Jubiläum der HKBP-Kirche 1961 war das Krankenhaus ein deutliches Zeichen der diakonischen Arbeit in der HKBP.

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Die Schwestern Nuria, Bonaria, Floriana und andere gründeten schließlich nach Zustimmung der Kirchenleitung ihren eigenen Diakonissen-Verband  IKADIWA und begannen 1971 eine eigene Diakonissen-Ausbildung in Balige. Die Diakonissen-Schule arbeitete von Anfang an eng zusammen mit der Theologischen Schule der HKBP in Pematangsiantar, den Diakonissen-schaften in Kaiserswerth und Bethel, der Rheinischen Mission (heute Vereinte Evangelische Mission), und deutschen kirchlichen Instituten wie EZE (Evang. Zentralstelle für Entwicklung) und Brot für die Welt. Auch die Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Köln-Süd schätzen die sehr zuverlässigen Diakonissen in der Partnerschaftsarbeit. Heute arbeiten in der HKBP-Kirche, auf Sumatra und anderen indonesischen Inseln, 250 Frauen, die die Diakonissen-Ausbildung durchlaufen haben. Ein respektierter Arbeitszweig in der Kirche, neben der Krankenpflege vor allem in der pädagogischen Arbeit der Gemeinden.

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Nach ihrem Arbeitsende im Krankenhaus Balige 1994 hat Sr. Bonaria andere diakonische Aufgaben übernommen. Unter anderem gründete sie schon bald (1995) einen Kindergarten in ihrem Heimatdorf Hutabarat bei Tarutung. In christlichem Geist, mit viel Engagement und auch eigenen Finanzen werden rund 30 Kinder unterrichtet. Zu dem Evangelischen Kindergarten „Unterm Regenbogen“ in Kerpen bestanden zeitweise gute Kontakte. (Foto oben mit Marliese Nothacker)

Neben den Kindern im Dorf kümmerte sich Sr. Bonaria schon früher um Waisenkinder im Krankenhaus Balige, deren Mütter bei der Geburt gestorben sind. Bereits 1970 hat Bonaria ein kleines Mädchen namens Bane adoptiert und sie später als Kindergärtnerin ausgebildet. (Foto) Leider verstarb Bane schon im Alter von knapp 40 Jahren.  Ebenso adoptierte Bonaria einen Jungen namens Reinhard. Wir trafen ihn mehrmals, zuletzt im Sommer 2013, als 19-Jährigen, der uns mit seinem Gitarre-Spiel und Fürsorge für die ältere Schwester Bonarias beeindruckte. An Bonarias Fürsorge für die Menschen um sie herum wird uns Jesu Wort aus Matth. 5,14 deutlich: Ihr seid das Licht der Welt! 

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Sr. Bonaria ist ein ermutigendes Vorbild, an deren Lebensweg wir uns gerne erfreuen. Leider wird sie altersbedingt wohl nicht mehr nach Deutschland reisen können. Zu ihrer 85. Geburtstagsfeier Anfang Januar in Tarutung-Hutabarat kamen sehr viele Freunde und Gemeindeglieder. (Foto oben)  Für die schon seit über 25 Jahren bestehende Partnerschafts-Zusammenarbeit zwischen Köln-Süd und Krankenhaus Balige sowie Kirchenkreis Silindung der HKBP-Kirche ist Sr. Bonaria eine treue Stütze und Vermittlerin, nicht zuletzt aufgrund ihrer nach wie vor exzelenten Deutschkenntnisse.

Literatur: Chr. Westerhausen, Diakonissen: ein Berufszweig in der Batakkirche; Interview mit Sr. Nuria Gultom und Sr. Bonaria Hutabarat, die ersten und ältesten Diakonissen. Erinnern-Erzählen-Erleben, R. Köppe Verlag Köln, 2011

Internet-Link mit weiteren Bildern zu Sr. Bonaria und ihrem Umfeld:

http://www.sidihoni.com/index.php/component/content/article/38-beitraege-ohne-automatische-ausgabe/einzelbeitrag/523-balige-krankenhaus-huta-salem-laguboti-pearadja-6

 

 

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Tageslosung

Dienstag, 23. Oktober 2018:

Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
5.Mose 29,28

Die Samaritaner sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.
Johannes 4,42

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