Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

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Wir laden ein zur zentralen Reformationsfeier des Ev. Kirchenverbandes in der Kölner Trinitatiskirche, Filzengraben 4,am 31.10. um 18 Uhr. Nach dem vielfältig und kreativ gefeierten Reformationsjahr 2017 stellen sich jetzt die Fragen: Wie geht der Pr...

(Text und Bilder: Reinhard Radloff, Erftstadt)

Nach wechselvoller Geschichte feierte das Evangelische Krankenhaus in Balige am Tobasee seinen 95. Geburtstag am 1. August 2013. Kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde es von deutschen Missionaren und Schwestern aus Wuppertal gegründet. Reinhard und Rita Radloff vom Evang. Kirchenkreis Köln-Süd konnten jetzt mitfeiern, als eine Geburtstagstorte für die Angestellten des Krankenhauses angeschnitten wurde.

 

Kleiner historischer Überblick (siehe Literatur)

August 1918:  Gründung eines bescheidenen Missionshospitals in Balige am Tobasee                              1928 – 1940:  Aufschwung und Vergrößerung unter den Missionsärzten Dr. Wagner, Dr. Löwenstein und Dr. Winkler. Eröffnung der heutigen, weitläufigen Anlage 1938.

1941 – 1954:  Kriegsjahre, Besetzung durch japanisches und holländisches Militär, indonesisches Regierungskrankenhaus.

1954 – 1961:  Übernahme durch die HKBP-Kirche und Neubeginn der medizinischen Versorgung, unterstützt durch die Rheinische Mission Wuppertal (heute VEM). Die Missionsärzte Dr. Alex Fritz, Dr. Schaible und Dr. Hueck bauen einen zuverlässigen diakonischen Dienst am Krankenhaus auf, unter Mitarbeit der jungen Diakonissen Sr. Nuria Gultom und Sr. Bonaria Hutabarat, die in Düsseldorf-Kaiserswerth ausgebildet wurden.

1961 – 1982:  Weiterer Ausbau und Blütezeit unter Dr. Hueck, Frau Dr. Warsing und Frau Dr. Westerhausen. Seit 1973 Leitung des Krankenhauses durch indonesische Ärzte, Dr. Marpaung, Dr. Gultom und Dr. Nababan.

1982 – 1998:  Schwierige Zeiten durch medizinische Konkurrenz im Umfeld, durch Verarmung der Landbevölkerung und wegen kircheninterner Querelen der HKBP. Starke finanzielle Unterstützung und Ausbauten durch EZE, Brot für die Welt, VEM Wuppertal, Förderverein Krankenhaus Balige/Wetzlar. Zusammenarbeit mit dem kirchlichen Krankenhaus Cikini, Jakarta. Dr. Situmorang übernimmt die Krankenhausleitung.

1998 – 2008:  Nach der Beilegung der HKBP-Querelen versucht Dr. S. Napitupulo das Krankenhaus zu modernisieren, die angeschlossene Pflegeschule AKPER wird ausgebaut, viele Schwestern in den Krankenausbetrieb übernommen.

Seit 2008:  Die HKBP-Gesundheitsstiftung (Yayasan Kesehatan HKBP) wird Betreiber des Krankenhauses. Unter Leitung von Dr. R. Panjaitan entwickelt sie neue Perspektiven für den Betrieb, Dr. Tihar Hasibuan wird Direktor. Finanzielle Entschuldung und langsamer Anstieg der Auslastungszahlen. Über Kurzzeiteinsätze versuchen deutsche Fachärzte, die Kompetenz des medizinischen Personals zu verbessern. Die nahegelegene Techniker-Schule PI-DEL, Laguboti hilft die Datenverarbeitung und Kommunikation zu verbessern.    

Der biblische Leitvers, unter den das Krankenhaus seinen Dienst an den Patienten gestellt hat, lautet: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matth. 25,40)

Herausforderungen der Neuzeit

Heute sind die medizinischen Einrichtungen in Balige überaltert, auch für die Verhältnisse eines Provinzkrankenhauses in Indonesien. Es ist sehr schwierig und teuer gute Fachärzte aus den Großstädten Sumatras oder Javas in das ländliche Gebiet von Balige zu locken. Viele der Patienten verfügen über keine Krankenversicherung, sind aber selber so arm, dass sie die Behandlungen kaum bezahlen können. Eine Quersubventionierung durch 1. Klasse- und VIP-Patienten ist aber nur möglich, wenn das Krankenhaus durch wirklich gute Fachärzte attraktiver wird. Und schließlich sind die Einkaufspreise für Medikamente, Verbandsmaterialien etc. auf dem Land sehr hoch.

 

Die aktive Zusammenarbeit mit einem oder mehreren großen Krankenhäusern in Medan und Pematang Siantar könnte hier Abhilfe leisten. - Vor einigen Jahrzehnten war das Krankenhaus berühmt für seinen christlichen Geist der Nächstenliebe und begleitende Seelsorge. Das trifft heute leider kaum noch zu, da nur wenige Diakonissen am Krankenhaus noch Dienst tun. Das kirchliche Krankenhaus Balige unterscheidet sich in vielem nicht mehr von umliegenden, mittelklassigen Krankenhäusern.

 

Zusammenarbeit im Rahmen einer Kirchenpartnerschaft

Seit 1986, also seit 27 Jahren besteht jetzt eine gewachsene Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus Balige und dem Evang. Kirchenkreis (KK) Köln-Süd. Etwa alle zwei Jahre finden gegenseitige Besuche statt, von Deutschland aus am Tobasee, und von Balige aus in den Gemeinden des Kölner Kirchenkreises. In diesem Jahr waren es zufällig gleich zwei Besuchsreisen: Im Juli besuchten uns in Köln-Süd sechs Diakonissen aus Balige, von denen zwei Damen am Krankenhaus bzw. an der Pflegeakademie Balige arbeiten (siehe Artikel „Aus Eins mach Sechs…“) . Im August war dann das Ehepaar Radloff in Balige, im Zusammenhang mit einem schon länger geplanten Besuch im Partner-Kirchenkreis Silindung (siehe Artikel „Reiche Ernte in Indonesien“).

Besonders zur Weihnachtszeit und zum Partnerschaftssonntag im Mai oder Juni wird regelmäßig in Gottesdiensten an unsere Partnerkirche gedacht, Anregungen zur Predigt und Gebetsanliegen werden ausgetauscht. Kleine gemeinsame Projekte werden am Krankenhaus Balige durchgeführt und einige Schwestern- und Pflegeschüler an der dem Krankenhaus angeschlossenen Pflegeakademie AKPER mit Stipendien unterstützt (siehe auch der Artikel "10 Jahre Schüler-Patenschaften").

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Beim jetzigen Besuch in Balige lernten Reinhard und Rita Radloff auch die beiden Stationsschwestern Pentina Nababan und Rusliana Siahaan kennen, die mit Unterstützung des KK Köln-Süd seit 12 Monaten in der Provinzhauptstadt Medan als Krankenhausmanager  fortgebildet werden (neben ihrer normalen Tätigkeit). Die seit 1986 regelmäßig unterstützten Waisenkinder im Alter zwischen einem Monat und maximal drei Jahren haben aber zahlenmäßig stark abgenommen. Zurzeit befindet sich nur noch ein Kleinkind auf der Kinderstation, die zweijährige Alesa.

95-jähriges Jubiläum des Krankenhauses

Da es nur ein kleines Jubiläum war, reichte eine Feierstunde mit Ärzten und Krankenschwestern, Pflegern und Verwaltungskräften, soweit sie für ein bis zwei Stunden abkömmlich waren. Nach Gebet und Bibellese für den 1. August, las Dr. med. Tihar Hasibuan, der Direktor des Krankenhauses Balige, aus der langjährigen Geschichte seit Gründung durch deutsche Missionare vor, gab aktuelle Zahlen zur Bettenbelegung und zu den ambulanten Patienten der letzten Monate bekannt. Ein Chor von Krankenschwestern sang ein batak‘sches und danach ein ursprünglich europäisches Kirchenlied. Dann wurden am großer Geburtstagskuchen die Kerzen 9 und 5 angesteckt, ausgeblasen und der Kuchen von Dr. Hasibuan aufgeschnitten. Jeder Mitarbeiter und wir Gäste bekamen ein leckeres Stück, womit zum gemeinsamen Mittagessen (Reis mit Gemüse und Fisch, Bananen und Wasser)  übergeleitet wurde.

 

Zum 100-jährigen Jubiläum in fünf Jahren werden dann sicher mehr Gäste und Gratulanten aus Kirche und Politik eingeladen. Bis dahin wünschen wir allen Mitarbeitern im Krankenhaus gute Aufbauarbeit in allen Bereichen.

Literatur

E. Kuntz, A. Fritz et al.: 75 Jahre Krankenhaus der HKBP, 1918 – 1993, Festschrift des Fördervereins Krankenhaus Balige e.V., Wetzlar 1993

Beiträge des Amtes für Presse und Kommunikation des Kirchenverbandes Köln und Region

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Tageslosung

Dienstag, 23. Oktober 2018:

Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
5.Mose 29,28

Die Samaritaner sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.
Johannes 4,42

Gottesdienste

Gottesdienste im Ev. Kirchenkreis Köln-Süd

Konzerte

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